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Nicht nur die „Strenge Kammer“

Category: Events 2013
Published: Saturday, 05 July 2014
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Vom 08. - 24. April fand im AUTINT in Götzendorf der 3. Interrogation Course/PSO statt. Nationale und internationale Kursteilnehmer wurden durch einen binationalen Ausbilderstab in die Feinheiten verschiedener Befragungsmethoden eingeführt.

 

Gewalttätige Demonstrationen in einem nicht näher genannten Einsatzraum. Eine österreichische Jägerkompanie im CRC Einsatz. Im Zuge der Auseinandersetzungen kommen österreichisches Personal und Material zu Schaden. Ein Element der MP kann eine Handvoll Aggressoren festnehmen. Wer kann für Schäden dere Republik nun haftbar gemacht werden? Welche Personen haben gegen das Strafrecht verstoßen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen die Kameraden der MP.

 

Wer hat die Demonstration organisiert? Woher kommt das Geld? Wer sind die Drahtzieher in der zweiten oder dritten Reihe? Wie funktioniert die Kommunikation? Was sind die nächsten Schritte der Demonstranten? Inwieweit richten sich zukünftige Aktionen gegen die internationale Präsenz im Allgemeinen und gegen die österreichische im Besonderen? – Diese und andere Fragen beherrschen das Denken jedes INTEL Elementes. HUMINT (Human Intelligence), auf der taktischen Ebene Field HUMINT (FHUMINT) ist jener Sensor eines Brigade- oder Kampfgruppenkommandanten, welcher in diesem Fall durch den Einsatz von besonders geschultem Personal entscheident zum Lagebild beitragen kann. Selbstverständlich ist FHUMINT nur ein Finger der Aufklärerhand aber in dem Eingangs geschilderten Fall wohl jener der am Besten am Puls der Ereignisse liegt.

 

In Götzendorf wurde im April nun wieder nationales und internationales FHUMINT Personal zu Befragern von Kriegsgefangenen und Personen in Gewahrsam einer Multinationalen Truppe ausgebildet. Die Kursteilnehmer waren durchwegs ausgebildete FHUMINT Kräfte, welche diesen Kurs zur Spezialisierung und Verfeinerung ihrer Fähigkeiten nutzten. Das Thema Befragung ist, nicht nur in Österreich ein spezielles. Schlechte Filme, Freistatt 2004, Abu Ghraib oder ähnliches spukt dem Interessierten unweigerlich durch den Kopf.

 

Doch weit gefehlt; Wie können, unter Einhaltung des III. Genfer Abkommens, der Europäischen Menschenrechtskonvention und österreichischer Rechtsnormen Informationen lukriert, verarbeitet und zeitgerecht zur Verfügung gestellt werden, die den jeweiligen Kommandanten in die Situation versetzen über ein möglichst aktuelles Lagebild zu verfügen. Welche Tricks und Kniffe führen unter welchen Umfeldbedingungen zum Erfolg? Wie kann die psychische Verfasstheit eines Gefangenen eingeordnet werden und welche Methoden sind am geeignetsten? Wie muss ein Befragungszentrum eingerichtet und angelegt werden? Wie kann oder muss Sprachmittlerpersonal eingesetzt werden um zum Erfolg einer Befragung beitragen zu können. Themen wie diese wurden in 13 Ausbildungstagen theoretisch und vor Allem praktisch abgearbeitet. Dank der Unterstützung durch internationale Experten konnte das ÖBH auf diesen Weg von Einsatzerfahrungen profitieren, welche auf anderen Wegen wohl nur schwer zu lukrieren gewesen wären.

 

Somit verfügt das Österreichische Bundesheer nach dem 3. Interrogation Course/PSO über weiteres FHUMINT spezifisches Fachpersonal, welches, so es eingesetzt wird weltweit zur Verfügung steht.

 

Text: AUTINT

11. Field Humint Team Course / PSO

Category: Events 2013
Published: Saturday, 05 July 2014
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Vom 4. Februar bis 1. März 2013 fand der mittlerweile 11. FHTC/PSO (Field Human Intelligence Team Course) in Götzendorf, durchgeführt vom BerFHUMINT der Auslandseinsatzbasis, statt.

 

Unter Führung eines internationalen Trainerstabes erarbeiteten sich in und ausländische Absolventen die Fähigkeiten im Bereich FHUMINT.

Ziel dieses Kurses ist es, Offiziere und Unteroffiziere zu befähigen, im Einsatz die Funktion eines FHUMINT operators/Gesprächsaufklärers wahrzunehmen.

 

Der FHUMINT Soldat muss folgende Einsatztechniken beherrschen:

 

-         Zielorientierte qualifizierte Gesprächsaufklärung

-         Gezielte Beobachtung von Personen, Objekten und Ereignissen

-         Objekt-, Weg- und Raumbeschreibung

-         Sichtung und Auswertung von Dokumenten

-         Gezielte Befragung (Debriefing eigener Kräfte)

 

Der letztgenannte Punkt wird in einem eigenen Kurs gelehrt und im FHTC nur kurz behandelt; der IC/PSO (Interrogation Course/PSO) ist als Folgelehrgang für FHUMINT Kräfte nach einem Auslandseinsatz in der Funktion FHUMINT vorgesehen.

Feedback durch erfahrene Instruktoren an den Kursteilnehmer

 

 

Der FHTC ist ein internationaler Kurs, geführt in englischer Sprache, und wird seit 2008 durchgeführt, ausschliesslich in Kooperation mit internationalen Instruktoren.

 

Dieses Mal unterstützten den Kurs wieder die Kameraden der deutschen Bundeswehr des AufklB 6 Holstein aus Eutin in Schleswig Holstein, mit diesem Battailon besteht eine Ausbildungskooperation seit mittlerweile fünf Jahren. Besonders die Einsatzexpertise ISAF/Afghanistan und anderer Missionen in Afrika ist eine wertvolle Ergänzung zur eigenen Expertise für den Einsatzraum Balkan.

 

Die Dauer von vier Kurswochen mag den einen oder anderen von einer Teilnahme abhalten, jedoch sind die Ausbildungsinhalte sehr umfangreich; die deutsche Bundeswehr zum Beispiel bildet ihr FHUMINT Personal in drei Monaten aus.

 

Kernelement des FHTC ist die praktische Ausbildung. Vom ersten Tag an werden die KursteilnehmerInnen mit Situationen konfrontiert, in denen sie ihre kommunikativen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Dabei wird in Einzelgesprächen von Seiten des Trainerstabes auf die Stärken und Schwächen jedes und jeder Einzelnen eingegangen. Ab der zweiten Woche werden die TeilnehmerInnen in die Spiellage „Mannersdorfland“ eingewiesen. Ein Szenario, dass sich lose an die Gegebenheiten im ehemaligen Jugoslawien orientiert. Im Rahmen der fiktiven „Mannersdorfland Force“ (MFOR) agieren die TeilnehmerInnen in der Folge in Zweierteams und erfüllen unter Anwendung der FHUMINT relevanten Einsatztechniken Aufklärungsaufträge.

 

Ein weiterer Eckpunkt der Ausbildung ist die Arbeit mit Sprachmittlern (SprM). In kaum einem existierenden oder zukünftigen Einsatzraum des ÖBH kann davon ausgegangen werden, dass grosse Teile der Zivilbevölkerung ausreichend Deutsch oder Englisch sprechen. Daher muss sich (nicht nur) FHUMINT Personal im Rahmen der Auftragserfüllung auf sprachfähiges Personal abstützen. Diese SprM, also sprachfähige Personen, die allerdings in den seltensten Fällen Dolmetschausbildung genossen haben, stellen das Verbindungselement zum Gesprächspartner dar. Dieser Umstand birgt Chancen und Risken, die im Rahmen des Kurses eingehend abgearbeitet werden.

 

Die geforderten nicht quantifizierbaren Qualitäten wie Emphatie, Cultural awareness oder Kommunikationsfähigkeit können teilweise im Rahmen des FHTC vermittelt werden, zum Teil sind sie Teil der sozialen Prägung und sind somit beim Einzelnen entweder vorhanden oder auch nicht. Somit ergibt sich auch bei jedem FHTC die Notwendigkeit, einzelne KursteilnehmerInnen aus dem Kurs auszuscheiden. Die Drop-out-Quote lag beim abgeschlossenen 11. FHTC bei ca. 20%. Das Nicht-Bestehen sagt selbstverständlich nichts über die soldatische Qualifikation des Einzelnen oder sogar über die Person aus. Vielmehr geht es um die Einschätzung, ob jemand in einem sicherheitsrelevanten Umfeld wie FHUMINT agieren kann oder nicht. Ein hervorragender Zugskommandant oder Stabsoffizier kann, muss sich aber nicht notwendigerweise zum FHUMINT Soldaten eignen.

 

Für jene österreichischen Soldaten, die den 11. FHTC positiv abgeschlossen haben, eröffnet sich jedoch ein interessantes multinationales Arbeitsumfeld, dass als äusserst spannend und interssant beschrieben werden kann.

 

Der nächste FHTC findet in Götzendorf vom 30 09 – 25 10 2013 statt. Kursschlüssel und –nummer sind im Intranet oder über den zuständigen MobVerband zu beziehen. . Für Fragen zum Thema FHUMINT oder zum FHTC stehen die Mitarbeiter des BerFHUMINT gerne zur Verfügung. This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Text: AUTINT

Foto: ÖBH

 

Internationaler Besuch im AUTINT

Category: Besuche
Published: Friday, 04 July 2014
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Die Offiziersgesellschaft Kärnten verbindet mit der Offiziersvereinigung Wiesbaden eine langjährige Freundschaft. Dieses Jahr stand bei einem Besuch der deutschen Kameraden auch der Besuch des Austrian Armed Forces International Centres auf dem Programm. Unter Leitung des Präsidenten der OG Kärnten, Obst Willibald Albel, und seines deutschen Gegenparts, Ltd. Ministerialrat a.D Obst dR Adolf Bärmann, fanden sich am 16. Juni rund 30 Besucher in der Wallenstein Kaserne ein.

Rund 30 Offiziere aus Kärnten und dem Raum Wiesbaden
fanden sich zu einem Besuch im AUTINT ein

 

Der Kommandant AUTINT, Obst Claus Amon, begrüßte die Gäste und stelle ihnen in seinem Briefng die Hauptaufgaben der Auslandseinsatzbasis vor. Natürlich wurde dabei auch intensiv über die Zuammenarbeit mit der Deutschen Bundeswehr bei internationalen Einsätzen gesprochen. In einem zweiten Teil wurden das Museun Internationale Einsätze und der Gefechtsfeldübungsplätz besichtigt. Hptm Jürgen Lacchini sorgte bei seiner Führung für einen historischen Streifzug durch die vielen bewegten Jahre der Garnison sowie für spannende Hintergrundinformationen zu den seit 1960 laufenden internationalen Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres.

Am Gefechtsfeldübungsplatz wies der Leiter der Lehrabteilung, Obst Sandor Galavics, in die Möglichkeiten der Ausbildung auf dieser modernen Anlage ein. Ein weiteres Gesprächsthema war der anlaufende United Nations Expert on Mission Course – Military Oberserver, der im AUTINT anläuft und in der dritten Kurswoche im Rahmen der Übung Blue Flag im Dreiländereck gemeinsam mit Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz seinen Abschluss findet.

 

Obstlt Helmut Gekle

Foto: Vzlt Werner Wukoschitz

Give Peace a Chance!

Category: Events 2014
Published: Friday, 04 July 2014
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Am 27. Mai 2014 erfolgte im wunderschönen Ambiente des Heeresgeschichtlichen Museums die Präsentation der Neuauflage des Buches „Künstler im Einsatz für den Frieden“. Insgesamt werden in diesem Band 110 Künstlerinnen, Künstler und Gruppen aller Genres die für das Österreichische Bundesheer im Rahmen von Truppenbetreuungen oder bei der Kulturreihe „Kunst im Einsatz“ unentgeltlich aufgetreten sind portraitiert.

Und die Liste der abgebildeteten Kunst- und Kulturschaffenden kann sich sehen lassen, reicht sich doch von Alf Poier, Georg Danzer, Ostbahn Kurti, Erwin Steinhauer, Die Stoakogler, Die Edlseer, Prof. Frank Hoffmann, Christina Stürmer, Rising Girl, Uptown Monotones bis hin zu Prof. Ernst Fuchs.

„Ich sehe hier zwei Aspekte. Unsere Soldatinnen und Soldaten versehen einen anspruchsvollen Dienst im Ausland, künstlerische Grüße aus der Heimat sorgen hier für eine willkommene Abwechslung. Der zweite Aspekt ist die Verbindung in die Kunst- und Kulturszene die für das Österreichische Bundesheer sehr wertvoll sein kann“, so der Stabschef der Streitkräfte, GenMjr Heinrich Winkelmayer.

 

GenLt Höfler und GenMjr Winkelmayer mit den anwensenden Künstlerinnen und
Künstlern und den Verantworltichen der Truppenbetreuung

 

Rock’n’Roll never dies!

Mit rockigen Klängen von den Rioters wurde die Präsentation eröffnet. „Marie, Marie“ oder der Beatles-Klassier „I saw her standing there“ sorgten sofort für ausgelassene Stimmung in der vollen Ruhmeshalle. Für Leadsänger Andreas „Jonny“ Maierhofer war die erste Truppenbetreuung kein Neuland mehr, denn er kennt beide Seiten der Medaille, war er doch auch als UN-Soldat auf Zypern im Einsatz. „Wir haben uns im Einsatzraum immer gefreut, wenn Künstler zu Gast waren, daher war es für mich und meine Band eine Selbstverständlchkeit als wir gefragt wurden Konzerte für unsere Soldatinnen und Soldaten im Ausland zu spielen dies auch zu tun“, so Maierhofer. Im Juli geht es übrigens zum fünften Mal auf Truppenbetreuung, diesmal nach Bosnien-Herzegowina.

 

Buchgeburt & Laudatio

Eine echte Premiere gab es auch, denn Militärseelsorger und Schauspieler Alexander Wessely debutierte im Einpersonenstück für zwei Militärcharaktere „Buchgeburt“, welches extra für diesen Abend geschrieben wurde. Im Stück wird nicht nur die Enstehung des präsentierten Werkes mit viel Humor auf die Bretter die die Welt bedeuten gebracht, sondern auch das österreichische Beamtentum satirisch beleuchtet.

„Für mich als Militärseelsorger und gelernten Schauspieler ist die Entsendung zu unseren Soldatinnen und Soldaten in den Missionen immer eine doppelte Betreuung. Einerseits stehe ich ihnen als Seelsorger zur Seite und andererseits bringe ich mit Auftritten als ,Der Herr Karl’ oder ,Der brave Soldat Schwejk’ unbeschwerte Stunden des Theaters in den Einsatzraum“, so Wessely.

Nach seinem viel beklatschten Auftritt hielt der Leiter der Militärvertretung Brüssel, GenLt Günter Höfler die Laudatio. Der langjährige Kommandant der Streitkräfte hatte bereits als Kommandant Internationale Einsätze eine besondere Affinität zur Kunst- und Kulturszene und war stets ein Förderer der Truppenbetreuungen. Dies kam auch in seiner Laudatio zum Ausdruck.

„Es ist für mich eine große Freude, heute anlässlich der Präsentation des neuen Bandes ,Künstler im Einsatz für den Frieden’ hier im Heeresgeschichtlichen Museum sein zu können. All we are saying - is give peace a chance! Ein Refrain, den wohl die meisten von Ihnen kennen, getextet von einem der besten Musiker der neuen Zeit, von John Lennon. Ein Refrain, der eigentlich auch auf das Österreichische Bundesheer zutrifft, denn seit 1960 versuchen wir durch unsere Teilnahme in internationalen Einsätzen dem Frieden eine Chance zu geben“, begann Höfler sein Ansprache, in der auf mehr als 110.000 Entsendungen österreichischer Soldatinnen und Soldaten in über 100 Missionen weltweit verwies. Er betonte, dass sich die Größenordnung dabei vom Kleinstkontingent mit einem Beobachter oder Experten bis hin zu mehreren Hunderten Soldaten gleichzeitig in einem Einsatzraum erstreckt.

„Die internationalen Einsätze des Bundesheeres sind zweifellos eine Erfolgsgeschichte, Österreich genießt dadurch besonders in der internationalen Staatengemeinschaft ein sehr hohes Ansehen. Die zweite Erfolgsgeschichte, um die uns viele Staaten beneiden, sind die seit Mitte der 80er Jahre durchgeführten Truppenbetreuungen mit einer Programmvielfalt die ein Publikum zwischen 18 und 60 Jahren zu begeistern weiß.“

Höfler sprach aber auch jene Künstler an, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen in den Missionen künstlerisch verarbeitet haben. Etwa die Dornrosen, die mit dem Lied „In the Service of Peace“ eine Hymne auf die Arbeit der UN-Soldaten gechrieben haben, oder Georg Danzer, der nach seinem Konzert in Camp Casablanca den Song „Blumen in der Hand“ als Hommage an die Tage im Kosovo veröffentlicht hat. Und in einer Oberkrainervariante haben Die Mooskirchner ihre Erinnerungen an die Truppenbetreuungen im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina umgesetzt.

Der Laudator erinnerte aber auch an die Peace Art Galas bei denen mit großartiger Unterstützung unserer „Künstler im Einsatz für den Frieden“ eine informative Leistungsbilanz über Österreichs Engagement im internationalen Krisenmanagement gezogen wurde. Gelobt wurde von ihm auch die seit dem Jahr 2005 in der Wallensteinkaserne von Götzendorf beheimatete Kulturreihe „Kunst im Einsatz“, die sich mit Lesungen, Kabaretts und exzellenten Ausstellungen einen hervorragenden Ruf erworben hat.

Den Autoren des Buches, Obstlt Helmut Gekle und Obstlt Siegfried Semmler, dankte Höfler mit den Worten „Mission once again accomplished, very well done !“

 

 

 

Bronzene Ehrennadel

Für besten Musikgenuss sorgten auf der Bühne auch die Real Holy Boys die mit Italo-Klängen und einem besonders launigen Harry Belafonte Medley zum Mitsingen und Mitklatschen einluden. Fünf Mal waren sie bereits bei unseren Soldatinnen und Soldaten in den verschiedenen Einsatzräumen und daher wurden sie im Anschluss an ihren Auftritt auch ausgezeichnet.

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die großen Symbolwert in sich tragen. Um den Künstlerinnen und Künstlern für ihren unentgeltlichen Einsatz zu danken, wurde von der Auslandseinsatzbasis eine Ehrennadel in Gold, Silber und Bronze geschaffen. Für fünf absolvierte Truppenbetreuungen gibt es sie in Bronze, für 10 in Silber und ab 15 in Gold.

Träger der Ehrennadel in Bronze sind Prof. Frank Hoffmann, VerN von den Uptown Monotones, Die Schnürer Buam und Kabarettist Helmut Hüller. Silber wurde noch nie vergeben, dafür wurden aber zwei Kabarettisten mit Gold geadelt. Gloggi & Schicho, alias „Das Kabarett Gimpel“, sind sage und schreibe 20 Mal in die Einsatzräume gereist, um künstlerische Abwechslung in den militärischen Einsatz-Alltag zu bringen. Dies stellt einen echten österreichischen Rekord, möglicher Weise sogar einen Weltrekord in der Truppenbetreuung dar.

Seit dem 27. Mai hat sich nun der erlauchte Kreis der Ehrennadelträger um vier Gruppen und einen Schauspieler erweitert, denn Die Dornrosen, Die Mooskirchner, The Rioters und The Real Holy Boys und Alexander Wessely wurden mit Bronze ausgezeichnet.

Mit diesen Ehrungen endete ein harmonischer Abend im Heeresgeschichtlichen Museum dem zahlreiche Vertreter der Kunst- und Kulturszene bewohnten. Zauberer Toni Rei, Kabarettistin Susanne Pöchacker, Die Schnürer Buam, Designer Emanuel Burger, Fotografin Claudia Henzler, Rising Girl, VerN, Die Dornrosen, Fritz Schicho, Prof. Ewald Dworak, Die Strebersdorfer Buam, Christian „Motor“ Polansek“, Helmut Hüller, Die Mooskirchner, IRISHsteirisch u.v.a. tauschten beim hervorragenden Buffet der Heereslogistikschule noch bis spät in die Nacht ihre Erfahrungen aus den Einsatzräumen aus.

 

Das Buch

Für die Autoren des Buches „Künstler im Einsatz für den Frieden“ war es eine sehr umfangreiche und zeitintensive Aufgabe, denn 110 Portraits mussten verfasst werden. Vorhandene wurden überarbeitet und auf neuesten Stand gebracht, zahlreiche andere wurden neu geschrieben, und jedem Künstler wurde seine Seite zur Freigabe zugesandt. Auch die Vorwörter mussten aufgrund personeller Neubesetzungen von Führungspositionen zur Gänze ausgetauscht werden. Mehr als 1000 Fotos wurden vom Redaktionsteam gesichtet und bewertet, um mit der anschließend getätigten Auswahl jeden Portraitierten ins richtige Licht zu rücken. Hunderte Presseberichte wurden gelesen und gescannt, um das öffentliche Interesse zu dokumentieren und etliche Stellungnahmen wurden von Künstlern eingeholt, um ihre ganz persönlichen Eindrücke wiederzugeben. Eine Arbeit, die Monate in Anspruch nahm.

Grafisch umgesetzt wurde das Buch von Gfr Ing. Sascha Palla, einem ehemaligen Grundwehrdiener der Auslandseinsatzbasis, der nach wie vor in engem Kontakt mit seiner Dienststelle steht und immer wieder zur Hand geht, wenn Druckwerke layoutiert werden müssen. Für den Letztschliff und die Endfertigung zeichnete die Heeresdruckerei verantwortlich, die in gewohnt professioneller Art und Weise ihre Aufgabe erledigt hat.

Zu beziehen ist das Werk über die Betreuung & Öffentlichkeitsarbeit de Auslandseinsatzbasis, Informationen und Videoclips gibt es auf der Facebookseite „Kuenstler im Einsatz“, die in der Woche nach der Veranstaltung rund 3.300 Zugriffe verzeichnen konnte. Ein schöner Beweis für den engen Kontakt zwischen den Kunst- und Kulturschaffenden und dem Österreichischen Bundesheer.

 

Obstlt Helmut Gekle

Foto: Vzlt Werner Wukoschitz

 

Einsatzvorbereitung AUTCON 6 / UNIFIL

Category: Rotationen
Published: Friday, 04 July 2014
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Am 07. April 2014 begann die Einsatzvorbereitung (EVb) des 6. Österreichischen Kontingentes (AUTCON 6) für den Einsatz bei der United Nation Interim Force in Lebanon (UNIFIL) in der Auslandseinsatzbasis (AuslEBa) in Götzendorf, welche sich im Wesentlichen in drei Hauptabschnitte gliederte. Die ersten zwei Wochen der Ausbildung fanden an den verschiedenen Waffen- und Fachschulen (WaFaS) statt. Dieser Ausbildungsabschnitt ist für sogenanntes Schlüsselpersonal wie z.B. den Kommandanten und dem Fachpersonal vorgesehen. Danach wurden alle Soldaten einer drei Wochen dauernden allgemeinen militärischen Ausbildung (AMA) in Götzendorf unterzogen und im Anschluss einer weiteren zweiwöchigen Fach- bzw. Transportausbildung zugeführt.

Somit begann für 57 Soldaten die EVb am Montag dem 07. April 2014 mit einem administativen Tag in Götzendorf. Noch am selben Tag wurden alle zu den entsprechenden Waffen- und Fachschulen in Marsch gesetzt, wo sie gemäß ihren Funktionen der entsprechenden Ausbildung zugeführt wurden. Diese umfasste im speziellen den Bereich Instandsetzung/technischer Dienst, ADR-Schein, Be- und Verladekurs an der HLogS, Führerscheinkurs für Stapler bzw. Hakenlastsystem bei der 7. JgBrig, Ausbildung der Brandschutzgruppe an der ABCAbwS, Ausbildung des Sanitäts-Personals an der SanS sowie die Fernmeldeausbildung an der FüUS.

Ein Konvoi trifft auf einen Checkpoint

 

Modulausbildung

Nach zwei Wochen erfolgte in Götzendorf die Zusammenführung des gesamten Kontingentes und die Einnahme der Zugsgliederung (3 Züge) für die AMA, welche erstmals in drei Ausbildungsmodulen durchgeführt wurde.

Modul 1: Das erste Ausbildungsmodul beinhaltete den Kurs Erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe zur Verwundetenversorgung am Gefechtsfeld (erwSKH/VrwVersGefF) in der Dauer von einer Woche gemäß Curriculum unter der Leitung von ObstA Dr. Susanne KROISBÖCK.

 

 

Modul 2: Das zweite Ausbildungsmodul bestand mit Schwergewicht aus Waffen- und Schießdienst (WuSchD) sowie einem Kampfmittelgefahrentraining (Countering – Improvised Explosive Device (C-IED)). Für das Scharfschießen wurde der jeweilige AMA – Zug nochmals geteilt, in Soldaten mit Grundschießfertigkeit und ohne Grundschießfertigkeit. Ziel nach diesen drei Tagen war das Erreichen bzw. der Erhalt der Grundschießfertigkeit entsprechend dem gültigen Schießprogramm. Zusätzlich wurde in diesen drei Tagen noch ein „Mine Awareness Training (MAT)“ absolviert. Der vierte und fünfte Ausbildungstag war ganz der C-IED Ausbildung unter der Leitung der HTS gewidmet. Dabei wurden vom Ausbildungsleiter mit seinen Kampfmittelgefahrentrainern die Grundsätze von C-IED sowohl theoretisch als auch praktisch vermittelt. Da die Gefahr von IEDs nach wie vor von vielen Soldaten unterschätzt wird, war es besonders wichtig mit dieser Ausbildung auch das Bewusstsein der Soldaten hinsichtlich dieser Bedrohung zu wecken.

 

 

Modul 3: Das dritte Ausbildungsmodul, die allgemeine militärische Ausbildung/Einsatzraum spezifische Ausbildung (AMA/ERspezBA), war geprägt von einer Mehrzahl an Unterrichten wie Mandat, Mission und Einsatzführung, Rules of Engagement (ROE), Gender Mainstreaming, nationale und internationale Bestimmungen sowie ABC theoretisch und praktisch inklusive Hauptdichteprüfung, etc.

 

Ausbildungsteil 3

Mit 09. Mai 2014, nach drei Wochen AMA, begann der dritte Teil der EVb. Die Masse der Soldaten der Multi Role Logistic Unit (MRLU) wurden an die entsprechende WaFaS gesandt, um dort die Einsatzraum spezifische Fachausbildung zu absolvieren. Die Teile der Brandschutzgruppe kehrten zur ABCAbwS zurück, die SanUOs absolvierten die Train the Trainer Ausbildung für den Kurs erwSKH/VrwVersGF an der SanS und die Versorgungsteile wie Instandsetzung, Nachschub und Wirtschaftsdienst wurden an der HLogS weiter ausgebildet.

In Götzendorf verblieben zwei Offiziere des Hauptquartiers, das nationale Führungselement sowie das Kompaniekommando mit zwei Transportzügen. Durch erfahrenes Personal erfolgte in der ersten Woche eine Grundlagenausbildung im Bereich Konvoi sowie Verhandlungsführung und Transportplanung. Weiters wurde die Sprachausbildung Englisch unter Leitung des Sprachinstitutes der Landesverteidigungsakademie in der Dauer von drei Tagen durchgeführt.

In der letzten Ausbildungswoche (21. KW) absolvierten dann alle Transportteile nach eintägiger Vorbereitung die Transportübung in der Dauer von drei Tagen. Dabei wurden zwei Konvois mit einer Gliederung wie im Einsatzraum gebildet in welchen gesamt ca. 40 Fahrzeuge bewegt und eine Marschstrecke von etwa 600 km bewältigt wurde. Dabei hatten die Rotanten insgesamt sechs verschiedene Stationen zu meistern, wo das richtige Einzelverhalten aber vor allem auch die Führungsfähigkeit der Kommandanten als Incident Manager sowie der Informationsfluss geübt und überprüft wurde.

 

Die Übungsleitung wurde durch erfahrenes Personal der AuslEBa sichergestellt. Um möglichst reale Bedingungen an den Stationen zu schaffen, waren der Einsatz eines Schminktrupps sowie der Einsatz von Pyrotechnik und etwa 30 Rekruten als Figuranten unerlässlich. Rund 15 erfahrene Offiziere/Unteroffiziere waren als Instruktoren beim Konvoi und bei den Stationen eingesetzt, um eine einsatznahe Ausbildung sicherzustellen.

Die Stationen beinhalteten unter anderem das Verhalten an einem illegalen, militanten Checkpoint mit Verhandlungsführung, einem IED-Incident mit Bergung von zwei Verletzten, einem Verkehrsunfall mit Personenschaden, Verhalten bei einer Demonstration sowie den Ausfall eines Kfz aufgrund eines technischen Defektes. Wesentlich zum Gelingen dieser Transportübung trug das dienstzugeteilte einsatzraumerfahrene Personal bei. Durch ihre Einsatzerfahrung konnte nicht nur die praktische Durchführung eines Konvois geübt werden, sondern es wurden auch alle anderen Bereiche wie Planung und Vorbereitung eines Konvois, Meldeverfahren, etc. gemäß den gültigen UN-Standards einsatznah ausgebildet werden.

Nach gesamt sieben Wochen Ausbildung war die Einsatzvorbereitung des 6. österreichischen UNIFIL Kontingentes abgeschlossen und alle 112 Rotanten wurden am Freitag dem 23. Mai 2014 in würdiger Form im Beisein des HBM Mag. Gerald Klug in Götzendorf verabschiedet.

Natürlich ist eine weiterführende Ausbildung im Einsatzraum unerlässlich, doch schlussendlich konnte durch die Zusammenfassung aller Ressourcen, dem großartigen Engagement und persönlichen Einsatz des Ausbildungspersonals sowie dem Einsatzwillen der Rotanten ein sehr hohes Ausbildungsniveau und somit auch die Einsatzbereitschaft erreicht werden.

 

 

Autor: Mjr Michael Tauscheck

Foto: ÖBH

 

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