FINCENT meets AUTINT
Der Kommandant des internationalen finnischen Ausbildungszentrums FINCENT, Obstlt Timo Hämäläinen, führte von 4. bis 5. März beim Austrian Armed Forces International Centre in Götzendorf einen informellen Besuch durch. Begleitet wurde er dabei von den Ausbildungsoffizieren Mjr Janne Lehtonen und Maj Matti Ylinen. Im Mittelpunkt des Geschehens stand neben den Experts Talks auch der Besuch des 1. Experts on Mission Course, der zur selben Zeit stattfand und durch einen finnischen Ausbilder unterstützt wurde.
Obst Amon (Bildmitte) mit Obstlt Hämäläinen (2. v. r.) und den Delegationsteilnehmern im Museum Internationale Einsätze im AUTINT
Zu Beginn des Besuchs gab der Kommandant AUTINT, Obst Claus Amon, ein detailliertes Briefing über die Aufträge und Aufgaben der Auslandseinsatzbasis im Österreichischen Bundesheer. Vor allem den Ausbildungsgängen und Kursen wurde dabei ein Hauptaugenmerk geschenkt. Um in den internationalen Missionen ein reibungsloses Arbeiten der Truppensteller untereinander zu garantieren ist eine laufende Standardisierung und Harmonisierung der Ausbildung notwendig. Auf besonderes Interesse des finnischen Kommandanten stieß daher der im Rahmen von 4PCE durchgeführte Military Observer Course, der durch die Zusammenführung der Kursteilnehmer aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und der Niederlande zu einer gemeinsamen Abschlussübung eine bestmögliche Ausbildung der angehenden Militärbeobachter garantiert.
Obstlt Hämäläinen sprach sich für einen engen Schulterschluss der Peacekeeping Training und Education Centres (PTEC) aus und er sagte eine Intensivierung der Entsendung von weiteren Trainern und Kursteilnehmern zum AUTINT zu. Ein Weg, den auch die Auslandseinsatzbasis gehen muss, um die vorhandene Internationalität kontinuierlich auszubauen und damit auch weiterhin am Klavier der bestens ausgebildeten Truppensteller mitzuspielen.
Nach regen Diskussionen fand der erste Abend sein Ende mit einem Heurigenbesuch, der von der Delegation mit besonderer Freude angenommen wurde, sind doch derartige Bewirtungsbetreibe in Finnland gänzlich unbekannt.
Am zweiten Tag des Besuchs erfolgte nach dem Office Call die Besichtigung und Einweisung in den internationalen Gefechtsfeldübungsplatz. Die moderne Ausstattung des GÜPl mit der Möglichkeit sämtliche Auslandsszenarien tagesaktuell durchspielen zu können hinterließ bei den finnischen Offizieren den besten Eindruck. Um den Gästen auch ein wenig die Geschichte der Garnison näher zu bringen wurden sie vor dem abschließenden Mittagessen durch das Museum Internationale Einsätze geführt. Natürlich sorgten die Exponate aus den verschiedensten Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres für rege Diskussionen. Vor allem da man in etlichen Missionen gemeinsam im Einsatz für den Frieden stand bzw. steht.
Den Nachmittag des zweiten Tags verbrachten die Gäste in Wien, wo natürlich der Besuch des Heeresgeschichtlichen Museums am Programm stand. Mit dem festen Willen die Zusammenarbeit weiter zu harmonisieren und zu intensivieren wurde am Abend wieder der Heimweg nach Helsinki angetreten.
Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT
Foto: Vzlt Wukoschitz
The Hitch Hikers rocken den Libanon
Vier junge Burschen aus Niederösterreich, die den Rock’n’Roll im Blut haben, begaben sich am 28. Februar 2014 auf große Fahrt in den Libanon zu den dort stationierten Soldatinnen und Soldaten des UNIFIL-Kontingents. Mit im Gepäck hatten sie jede Menge Songs: Eigenkompositionen, Coverversions und natürlich auch Austropop. Genau die richtige Mischung, um bei einem Konzert für beste Stimmung unter den zahlreichen nationalen und internationalen Zuhörern zu sorgen. Auf der Bühne konnten sich auch Kontingentsangehörige behaupten, die eingeladen wurden bekannte Hits mit zu intonieren. Ein Erlebnis für jeden Gast. Und so erklangen Klassiker von CCR, STS Ambros oder Fendrich in einem komplett neuen Sound.
The Hitch Hikers rocken den Libanon
Als kleines Dankeschön wurde den Musikern die Stadt Tyr mit ihren Ausgrabungen, dem Hafen und dem Suk gezeigt. Beirut konnte aufgrund der Sicherheitslage leider nicht besichtig werden. Bei einem zweistündigen Camprundgang wurden die verschiedensten Einrichtungen sowie die Campfeuerwehr am Green Hill besichtigt. Für alle Teilnehmer ein unvergessliches Ereignis, das bei den Hitch Hikers aber auch bei den Kontingentsangehörigen, die ihr Bergfest feierten, noch für viel Gesprächstoff sorgen wird.
Text: Obstlt Helmut Gekle
Foto: Vzlt Robert Lang
Das 30. KFOR- Kontingent bereitet sich auf seinen Einsatz vor
Großmittel, 24.Februar 2014 – Über 200 Soldatinnen und Soldaten aus dem Aktiv- und Milizstand bereiten sich seit Anfang Februar auf ihren Einsatz im Kosovo vor. Das Panzergrenadierbataillon 35 in Großmittel, welches mit der Einsatzvorbereitung beauftragt wurde, bietet den Soldaten nicht nur die Rahmenbedingungen die für eine optimale Ausbildung geeignet sind, sondern weiß aufgrund der bisherigen Auslandserfahrungen, wo einzelne Schwerpunkte hinsichtlich der Ausbildung zu setzten sind, so dass möglichst reale Ausbildungsszenarien geübt und trainiert werden können. Den Beginn machte die Allgemeine ,,Militärische Ausbildung“(AMA), in der es gilt die Soldatinnen und Soldaten im Bereich der ,,militärischen Grundkenntnisse“ auf einen einheitlichen Ausbildungsstand zu bringen. Diese stellte sicherlich eine hohe Herausforderung für die Ausbilder dar, wenn man bedenkt, dass bei den Milizsoldaten Anpassungen hinsichtlich ihres Ausbildungsgrades notwendig sind, da es Veränderungen in einzelnen Ausbildungsarten gegeben hat. So hat sich in den vergangenen Jahren die Schießhaltung der Waffe beim ,,Waffen und Schießdienst“ geändert in dem man diese von anderen Armeen adaptierte. Auf diese und andere Veränderungen mussten sich die Soldatinnen und Soldaten aus dem Miliz- und Reservestand neu gewöhnen und dies verlangte von den ihnen ein hohes Maß an Konzentration ab.
Räumung einer Sperre
Das Schwergewicht in der ersten Woche der AMA bildete die erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe. Unter anderem wurden alle essentiellen Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt und darüber hinaus auch potenzielle Verwundungsszenarien am Gefechtsfeld theoretisch und praktisch vermittelt. Diese wurden selbstverständlich in voller Einsatzbekleidung geprobt, um ein realistisches Gefühl dafür zu entwickeln. Neben den praktischen Übungen an den Soldaten selbst wurde anhand einer Wundattrappe die allgemeine Wundversorgung mit dem erweiterten Erste Hilfe Satz, welcher nun zur Mannesausrüstung zählt, trainiert. In der praktischen Ausbildung konnte am Kasernengelände bei einer simulierten Gefechtshandlung die Bergung von verletzten Kameraden geübt werden.
Einen weiteren Schwerpunkt stellten auch die Fahrzeug- und Personenkontrollen dar. Fahrzeuge wurden gemäß eines temporären Checkpoints (Planquadrat) eingewiesen und auf eventuelle Waffen untersucht. Es wurde außerdem der richtige Umgang mit den darin befindlichen verdächtigen Personen erlernt. Unter anderem auch das Anhalten und Festhalten eben dieser Personen ohne sich selbst oder seine Kameraden dabei in Gefahr zu bringen. Auch ein wichtiger Teil der EVB, besonders am Balkan, ist der richtige Umgang mit Minen.
Für ein möglichst realistisches Training wurden sie am Kasernengeländet platziert und unter Anleitung von fachkundigen Ausbildern selektiert und nach Kategorien mittels einer Minenkarte zugeordnet, um im Ernstfall im Stande zu sein, eine richtige Meldung abgeben zu können. Hierbei wurde zuerst eine Minenstraße am Kasernengelände so gelegt, wie man diese möglicherweise im Kosovo vorfinden könnte. Die Auszubildenden konnten anhand dieses Beispiels sehen, dass das Erkennen von Minen äußerst schwierig sein kann. Geübt wurde u.a. mit Spezialgeräten zum Auffinden von Minen. Nach den ersten zwei Wochen dieser fordernden, intensiven aber lehrreichen Vorbereitung für alle Teilnehmer werden diese jetzt in ihren entsprechenden Fachbereichen, wie etwa im Sanitätsdienst, in der Logistik oder in der KFZ-Technik weiter ausgebildet.
Die Infanteriekompanie wurde unterdessen in ,,CRC“ ausgebildet. Die Bezeichnung ,,CRC“ steht für Crowd and Riot Control, kommt aus dem Englischen, und bedeutet: ,,Überwachung von aufgebrachten Menschenansammlungen und Eindämmung von Krawallen“. Auf Schiene ist auch die Vorbereitung der Aufklärer welche mit zwei Kaderpräsenzzügen aus Mistelbach das Kontingent im Kosovo unterstützt. Diese unterstehen im Einsatz dem Hauptquartier der KFOR-Mission und werden von dort aus geführt. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Darstellung bzw Beurteilung der Lage für die Abteilung für Militärische Sicherheit (J2-Abteilung). Frau Korporal W. von den Aufklärern aus Mistelbach dazu: ,,Für mich ist es mein erster Einsatz im Kosovo und ich kann so das Erlernte in die Praxis umsetzen. Außerdem gibt mir der Einsatz die Gelegenheit das Land, die Kultur und die Lebensweise der Menschen besser kennen zu lernen“. So wie Kpl W. sieht es auch ihr Kamerad Zugsführer K. der bereits vor seinem fünften Mal in den Kosovo steht. Für ihn bedeutet vor allem die gelebte Kameradschaft viel. In der Vorbereitungszeit gingen alle Soldaten und Soldatinnen mit der nötige Professionalität und Motivation an die einzelnen Ausbildungsabschnitte und Trainingsszenarien heran und meisterten die gestellten Aufgaben und Anforderungen mit Erfolg. Diese Entsendung in den Kosovo ist mittlerweile die dreißigste in den noch jungen unabhängigen Staat am Balkan.
Autor/Text: Marek Gerd
Foto: OStv Wolfgang Rozmann (UOÖA/PzGrenBat 35)
Heiliger Sankt Florian
Am 21 02 2014 veranstaltete der Dienstbetrieb Wallenstein Kaserne der Auslandseinsatzbasis mit dem Einrückungsterminen September 2013 im Zuge der Attraktivierung des Grundwehrdienstes einen Firmenbesuch bei der Firma Rosenbauer in Leonding bei Linz. Die Fa. Rosenbauer wurde 1866 gegründet und ist der weltweit größte Hersteller von Feuerlöschgeräten.
Besuch bei der Firma Rosenbauer in Linz als Teil der Attraktivierung des Grundwehrdienstes des Autint
Mit dem Bus ging es um 0630 Uhr von Götzendorf nach Linz zur Firmenzentrale. Jürgen Penker und Michael Baumann nahmen die Delegation in Empfang und wiesen sie vor der Besichtigung erst einmal in die Firmengeschichte ein. Anschließend führte der Weg durch das gesamte Firmengelände samt den Produktionsstraßen, die den Verlauf der Herstellung von der Feuerlöschpumpe bis hin zur Erzeugung des größten Feuerwehrfahrzeuges, des Flughafenlöschfahrzeuges Panther, zeigen. Die Führung beinhaltete die gesamte Herstellungspalette in Linz/Leonding, dem Gründungshaus der Firma Rosenbauer. Als Abschluss wurden die neuesten Feuerwehrfahrzeuge besichtigt und die sehr steile Fahrzeugteststrecke für den Panther zu Fuß bewältigen. Nach ca. 2,5 Stunden endete die Führung und es ging nach Hörsching zum Mittagessen. Gegen 1530 Uhr trafen alle Teilnehmer wieder in der Wallenstein Kaserne ein.
Text: Vzlt Josef Bauer
Foto: ÖBH
Bosnien-Kontingent geht in spannende Zukunft
Jedem Einsatz geht eine Vorbereitung voraus. Dies gilt natürlich auch für die Soldatinnen und Soldaten die im Februar 2014 in ihre Mission nach Bosnien entsandt werden. Da Österreich zurzeit keine Infantriekomponente im Einsatz hat, wich diese Ausbildung in ihrer Form von den bisherigen ab. Denn war es bis dato üblich eine große Anzahl an Soldaten gleichzeitig und an einem Ort für ihre Aufgaben fit zu machen, so war es dieses mal notwendig, Klein- und Kleinstgruppen zu bilden und entsprechend ihrer Fachrichtungen vorzubereiten. Auch war es nicht möglich, alle gleichzeitig einzuberufen, da bestimmte Ausbildungen bereits im Vorfeld durchgeführt werden mussten. So begannen die ersten Teile der Einsatzunterstützungs- und Versorgungselemente bereits am 06.01.2014 mit ihrer Ausbildung, es folgte ein zweiter Block am 13.01.2014 mit dem Führungsunterstützungselement und am 20.01.2014 startete das San- Element mit seiner Vorbereitung.
OWm FISCHER bei der Administrationsarbeit
Allgemeine militärische Ausbildung
Am 27.01.2014 fing dann für 105 Kontingentsangehörige die allgemeine militärische Ausbildung (AMA) in Götzendorf unter der Leitung von Hptm Bartl und seinem AdminUO OWm Fischer an. „Die diversen Klein- und Kleinstgruppen, Fachoffiziere und -unteroffiziere und Spezialisten alle unter einen Hut zu bringen und auszubilden war die Herausforderung in der Planung dieser Vorbereitung. Denn die Ausbildungen finden in ganz Österreich und in den verschiedensten Abteilungen statt“, so Hptm Bartl. „Schon wieder das gleiche“, und „Das kenn ich eh schon alles“, war während der AMA sehr oft zu hören. Doch wie wichtig gerade dieses Wiederholen der Basics ist wurde leider einem jeden noch in derselben Woche vor Augen geführt. Überschattet wurde die Ausbildung von einem Schießunfall im Rahmen des Scharfschießens am Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Ein Charge schoss sich dabei mit seinem STG 77 selbst in den linken Unterschenkel. Unter der Leitung von Hptm Bartl wurden sofort die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um den Verwundeten zu versorgen. Die Rettungskette verlief dabei einwandfrei. Frau Dr. Regina Gaugusch, die sich ebenfalls in der Einsatzvorbereitung befand, und ihr San-Team führten die Erstversorgung durch und bereits 35 Minuten nach Schussabgabe wurde der Verletzte mittels Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Am Freitag dem 31.01.2014 verabschiedete der Kommandant der Auslandseinsatzbasis, Obst Amon, im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks das Kontingent. Die darauf folgende Woche brachte selbst für die „Routiniers unter den Auslandsgehern“ etwas Neues. Erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe stand am Dienstplan und wurde zum ersten Mal im Rahmen der Einsatzvorbereitung durchgeführt. Dabei wurden den Rotanten alle Tätigkeiten beigebracht, die notwendig sind, um die Verwundetenversorgung am modernen Gefechtsfeld durchführen zu können. Den Abschluss dieser Ausbildung bildete eine praktische Prüfung über das Erlernte.
Vom 10.02 bis zum 14.02.2014 fanden dann die Fachausbildungen statt, um alle für ihre Aufgaben im Einsatzraum bestmöglich vorzubereiten. Mit 18.02.2014 wurden die letzten Teile in den Einsatzraum verlegt, um mit „Hirn, Herz und Humor“ die Republik Österreich zu vertreten.
Autor: StWm Robert MAYER
RAIFFEISENBANK DRAUTAL
Fotograf: StWm Robert MAYER
Fototext: OWm FISCHER bei der Administrationsarbeit
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4 PCE
4-PCE Veranstalter
Die vier Länder, die Teil des 4-PCE sind, arbeiten Hand in Hand, um den teilnehmenden Offizieren ein höchst effektives Training zu geben. Die jährliche stattfindenden Kurse in den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Österreich, werden von Teilnehmer aus der ganzen Welt besucht.
Im Untermenü finden Sie detaillierte Informationen über die Ausbildungs-Zentren.