Über den Wipfeln
Bei herrlichem Jägerwetter fand der heurige Partner- und Künstlerwandertag in der Steiermark statt. Erste Station dabei war der Wipfelwanderweg in der Rachau bei Knittelfeld. Er ist der höchstgelegene Wanderweg dieser Art in Europa und liegt inmitten von grünen Almen, anmutigen Wiesen und den umliegenden Bergen. Der erlebnisreiche Rundweg führt über eine massive Lärchenholzkonstruktion mit Treppen, Türmen, Stegen und Plattformen rund 20 Meter über dem Waldboden die Besucher 2,7 km lang durch unberührte Natur.
Vom leichten Nieselregen ließen sich weder die Partnervertreter der UNIQA und von Schönkirchen-Reyersdorf noch die zahlreich erschienenen Künstlerinnen und Künstler abhalten die kreislaufbelebende Tour anzutreten. Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnten alle Teilnehmer einen Wipfelsieg verbuchen und den wolkenverhangenen Blick auf die Seetaleralpe genießen.
Nach einer kurzen Pause wurde die zweite Station, das Luftfahrtmuseum in Zeltweg, angesteuert. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Bundesheeres der Zweiten Republik entschloss sich das Kommando der Luftstreitkräfte 2005 zur Gestaltung einer temporär begrenzten Militärluftfahrtausstellung. Die Sammlung blieb weiter bestehen; seit dem Jahr 2012 wird das nunmehrige Militärluftfahrtmuseum Zeltweg als Außenstelle des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien geführt.
Unter den ausgestellten Luftfahrzeugen befinden sich unter anderem eine Yakovlev Yak-18, das erste beim Österreichischen Bundesheer der 2. Republik in Dienst gestellte Flugzeug, und weitere für die Geschichte der Luftstreitkräfte bedeutende Typen wie die Fouga CM 170 „Magister“, die De Havilland DH-115 „Vampire“, die Saab J-29F, liebevoll „Fliegende Tonne“ genannt, sowie der bekannte Saab 35OE „Draken“.
Neben Flächenflugzeugen und Hubschraubern kann der luftfahrtbegeisterte Besucher weiters einen Simulator, Flugzeugmotore, Strahltriebwerke, Fliegerabwehrkanonen, Radargeräte, fliegertechnische Geräte, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der Luftstreitkräfte, zahlreiche Schautafeln und Fotografien sowie Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen der Militärluftfahrt in Österreich besichtigen.
Beim abschließenden BBQ, bei dem von den Schnürer Buam steirisch aufgespielt wurde, zeigten sich u.a. Die Musiker von Rising Girl, den Mooskirchnern, For Fränzs, das Kabarett Gimpel, Christian „Motor“ Polansek sowie Dr. Gerhard Dickinger, Dir. Roland Schwaighofer, Rene Gabauer, Ludwig Frauer (alle UNIQA) sowie Bgm Peter Hofinger mit seinem Stab begeistert.
Real Holy Boys rocken Camp Butmir
Am 4. Mai verabschiedeten sich die Real Holy Boys von Österreich, um in Bosnien-Herzegowina bei den österreichischen EUFOR Soldatinnen und Soldaten ein Konzert zu spielen. Bereits am Anreisetag stand ihr Auftritt, der vom Betreuungsteam vorort perfekt vorbereitet wurde, am Programm.
Zu diesem Event fanden sich neben den österreichischen Vertretern, unter ihnen auch der COM EUFOR, GenMjr Fritz Schrötter, zahlreiche internationale Gäste ein. Ein herzhaftes BBQ leitete zum musikalischen Teil des Abends über bei dem die Holy Boys wieder einmal alle Register ihres Könnens zogen und mit einem Melodienreigen von Elvis Presley, Alan Sorrenti, CCR bis hin zu Wolfgang Ambros und Peter Cornelius das Publikum zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen animierte.
Unbeschwerte Stunden abseits vom täglich laufenden Einsatz sorgten bei allen Anwesenden für eine willkommene Abwechslung vom streng geregelten Soldatenleben. Auch von den internationalen Gästen wurde die Truppenbetreuung bestens angenommen, davon zeugten die zahlreichen positiven Kritiken und mündlichen Gratulationen nach dem Konzert.
Als kleines Dankesschön für die musikalischen Grüße aus der Heimat wurde am zweiten Tag der Truppenbetreuung Mostar besucht. Die Stadt ist vor allem wegen der Brücke weltweit bekannt. Leider wurde diese im Zuge des Krieges zerstört, der Wiederaufbau erfolgt unter der teilweisen Verwendung der Originalsteine.
Bevor es am Freitag wieder nach Österreich retour ging, blieb noch Zeit für einen Stadtbummel in Sarajewo mit der wohl geschichtsträchtigsten Kreuzung der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der Platz an dem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand vom 19-jährigen Schüler Gavrilo Princip erschossen wurde.
Mit zahlreichen neuen Eindrücken und Freundschaften versehen landeten die Holy Boys am späten Nachmittag wieder wohlbehalten in Wien.
Ministerbesuch im AUTINT
Am 2. Mai kam die deutsche Bundesministerin für Verteidigung, Ursula von der Leyen, auf Einladung von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, zu einem Arbeitsbesuch nach Österreich.
Themen der Gespräche waren der Ausbau bilateraler Kooperationen, die Zusammenarbeit bei internationalen Friedenseinsätzen, die internationale Sicherheitspolitik sowie die aktuellen Herausforderungen der Migrationskrise.
Bevor es allerdings zu den theoretischen Verhandlungen nach Wien ging stand ein Besuch im AUTINT auf dem Programm, um einen Einblick in die praktische Arbeit der Durchführungsebene zu erhalten. In einem detaillierten Briefing unterrichtete der Kommandant, Obst Claus Amon, über die Aufträge und Aufgaben der Auslandseinsatzbasis, die derzeit laufenden Missionen und die seit langen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der deutschen Bundeswehr. Auf besonderes Interesse stieß dabei die psychologische Betreuung unserer Soldatinnen und Soldaten, Österreichs Engagement im afrikanischen Raum und die Ausbildung der OSCE-Monitore für die Ukraine.
Der theoretischen Einweisung folgte ein praktischer Teil bei dem das Auslandseinsatzmodul und die verschiedenen Ausrüstungselemente für die Einsatzräume vorgestellt wurden. Die Abteilungen CIMIC und PSYOPS erläuterten anhand von praktischen Beispielen ihre Arbeitsbereiche. Zum Einsatz kam dabei auch der für die Abteilung PSYOPS spezifizierte Husar, der vor allem durch den Einsatz während der Flüchtlingskrise einer breiten Bevölkerung bekannt wurde. Ebenfalls durchgespielt wurde ein FieldHumint-Szenario, ein Arbeitsbereich bei dem das AUTINT mit der deutschen Bundeswehr besonders eng verbunden ist.
Mit dem Eintrag in das Gästebuch und Erinnerungsgeschenken wurde der Besuch beendet. In charmanter österreichischer Art und Weise wurde der Frau Minister natürlich auch ein Blumenstrauß überreicht. Dass dieser hochkarätige Besuch erfolgreich durchgeführt wurde, zeigen die Eintragungen ins Gästebuch. „Beeindruckende Einweisung und Vorführung! Chapeau!“, schrieb Ursula von der Leyen, „Herzlichen Dank für die tolle Vorführung und das gesamte Engagement“, Hans Peter Doskozil.
Tag der Einsatzorganisationen in Graz
Die Unteroffiziersgesellschaft Steiermark feiert heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Und dass so ein Jubiläum nicht unbeachtet vorbeigehen sollte ist natürlich selbstverständlich. Und so wurde, nach der erfolgreichen Präsentation der Chronik, am 16. April in der Belgier Kaserne ein Festakt abgehalten. Ein Festakt der es allerdings in sich hatte, denn neben den zahlreich angetretenen Fahnen verschiedenster Einheiten und Organisationen, einem Ehrenzug sowie sieben Blasmusikkapellen die sich zu einem Monsterkonzert formierten gab es auch eine Leistungsschau, die das Prädikat absolut sehenswert verdiente.
Nicht nur das Bundesheer präsentierte sich von seiner besten Seite auch Polizei, Rettung, Feuerwehr und zahlreiche weitere Hilfsorganisationen gaben Einblick in ihr tägliches Brot. Und dieses rettet jeden Tag zahlreichen Menschen das Leben oder hilft schwierigsten Situation wohlbehalten entkommen zu können.
Der während der ganzen Veranstaltung anhaltende Besucheransturm zeigte, dass in Krisenzeiten den Einsatzeinheiten und Hilfsorganisationen besonderes Augenmerk geschenkt wird und die Bevölkerung dankbar für deren Leistung ist.
Natürlich war auch das AUTINT bei dieser Leistungsschau vertreten, mit dem Auslandseinsatzmodul wurde generell über die österreichischen Missionen informiert, die Abteilungen PSYOPS und CIMIC gingen bei ihren Präsentationen gezielt in die Aufgabengebiete ihrer Fachbereiche.
Da sich auch das Wetter von seiner besten Seite zeigte sah man am Ende des Tages nur zufriedene Gesichter. Deutlich gemacht hat diese Informationsschau aber auch das gesteigerte Interesse der Bevölkerung am Bundesheer, das - wie könnte es auch anders sein – in Krisenzeiten ein sichtbar höheren Beliebtheitswert hat als in den Jahren des ruhigen Wohlstands.
Heurigenstimmung im Libanon
Die Strebersdorfer Buam waren eine der ersten Musikgruppen die für eine Truppenbetreuung zu unseren Soldaten auf den Golan flogen. Es war mitte der 80-iger Jahre, und es herrschte noch die bekannte gespannt-ruhige Stimmung in dieser heutigen Krisenregion. Neben ihrer Musik hatten sie auch ein Weinsponsoring von der Wirtschaftskammer Österreich im Gepäck, das genau die richtige Untermalung zu ihrer Stimmungsmusik war. Jetzt, 30 Jahre später, kehrten sie wieder in den Nahen Osten zurück. Und abermals gab es ein großzügiges vinarisches Geschenk, diesmal vom renommierten Winzerbetrieb Pittner in Drasenhofen.
Für die österreichischen UNIFIL Soldatinnen und Soldaten im Camp Naquora natürlich eine willkommene Abwechslung, denn was kann es Gemütlicheres geben als einen Abend lang bei typischer österreichischer Heurigenatmosphäre vom Dienst abschalten zu können? Doch nicht nur unser Kontingent erfreuten diese Grüße aus der Heimat, auch bei den internationalen Gästen fanden sie großen Anklang. Allen voran die indonesischen Soldatinnen und Soldaten, die von so viel Gemütlichkeit schlichtweg begeistert waren.
Um den Gästen einen bleibenden Eindruck von der Arbeit unseres Kontingents im Libanon zu geben wurde neben der Einweisung in die Aufgaben und Aufträge des Kontingents auch die Camp Feuerwehr besucht, die für den Schutz aller UNIFIL Einrichtungen verantwortlich zeichnet. Bei einem Ausflug nach Tyre wurde den Gästen die historische Bedeutung dieser Region eindrucksvoll vor Augen geführt. Vor allem das gigantische Hippodrom und die Nekropole vor der Stadt, Ruinen aus der Römerzeit, lassen erahnen welche Bedeutung Tyre in der Vergangenheit hatte.
Ehe es am vierten Tag der Truppenbetreuung wieder nach Österreich zurück ging, verabschiedete der nationale Kontingentskommandant, Obst Ronald Schmied, die Musiker der Strebersdorfer Buam und ihren Begleitunteroffizier StWm Franz Huber.
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4 PCE
4-PCE Veranstalter
Die vier Länder, die Teil des 4-PCE sind, arbeiten Hand in Hand, um den teilnehmenden Offizieren ein höchst effektives Training zu geben. Die jährliche stattfindenden Kurse in den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Österreich, werden von Teilnehmer aus der ganzen Welt besucht.
Im Untermenü finden Sie detaillierte Informationen über die Ausbildungs-Zentren.