Finale Grande
Mit Montag, 5. Juli, hat die dritte und somit letzte Woche des Militärbeobachterkurses in der Auslandseinsatzbasis begonnen. Obst Sandor Galavics, Leiter Lehrabteilung, zieht über die ersten beiden Ausbildungswochen ein positives Resümee. „Schwerpunkte waren das Erlernen und Anwenden der Operating Techniques der Militärbeobachter wie die Verhandlungsführung, Mine Awareness, oder das Analysieren eines Einschlagskraters. Woher ist das Geschoss gekommen, um welche Granate handelt es sich? Daraus müssen dann die richtigen Rückschlüsse für den Einsatzraum gezogen werden. Natürlich war auch die erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe ein großes Thema. Die elf nationalen Teilnehmer waren mit großem Engagement bei der Sache, sodass ich guter Dinge für das Finale Grande diese Woche bin“, so Galavics.
In der dritten Kurswoche liegt das Schwergewicht nun in der Umsetzung der erlernten Operating Techniques. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Szenarien die eine gewissenhafte Investigation (Untersuchung) erfordern und überlegtes Verhandlungsgeschick (Negotiation) voraussetzen. Die Übungsteilnehmer befinden sich während dieser Phase auf einer Team Base am Gefechtsübungsplatz Götzendorf, die sie durchgehend bewohnen. Sie erleben so einen Dienst wie im Einsatzraum. Neben den Szenarien die sie auf den Fuß- und motorisierten Patrouillen lösen müssen, ist natürlich auch der Dienst auf der Team Base zu erledigen. Reports sind zu verfassen, Besprechungen sind abzuhalten und das gemeinsame Leben auf engstem Raum muss unter Dach und Fach gebracht werden. Die Übungslage ist auf reale Einsatzräume abgestimmt und läuft unter dem Einsatznamen UNMIO United Nations Military Observer Mission in Ostericchi. Nach Absolvierung der Final Exercise steht noch ein abschließendes Kolloquium am Programm, um endgültig den Status eines UN-Militärbeobachters zu bekommen.
Fotos: ÖBH/Wukoschitz
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