OSCE Generalsekretär im AUTINT
Hohen Besuch durfte das AUTINT anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Zusammenarbeit mit der OSCE im Bereich der Ausbildung der Beobachter für die Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM) empfangen. Generalsekretär Botschafter Thomas Greminger stattete in Begleitung des Chief Monitors SMM, Botschafter Ertugrul Akapan, der stellvertretenden permanenten Vertreterin der Slowakei bei der OSCE, Botschafterin Katarina Zakova und einer großen Anzahl internationaler OSCE Vertreter der ausbildungsverantwortlichen Dienststelle einen Informationsbesuch ab. Seitens des BMLV begleitete der derzeitige Leiter der Generalstabsdirektion, GenMjr Bruno Hofbauer, die hochkarätige Delegation.
Der stellvertretende Kommandant AUTINT, Obst Karl Wolf, empfing den hohen Besuch. Er dankte in seiner Grußbotschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und konnte den diplomatischen Vertretern versichern auch weiterhin für die OSCE mit allen Kräften zur Verfügung zu stehen. Sowohl Generalsekretär Greminger als auch Botschafter Apakan und Botschafterin Zakova lobten die Ausbildung und das Engagement bei den Hostile Environment Awareness (HEAT) Kursen und sprachen ihre Hochachtung für die exzellente Ausbildung der angehenden Monitore aus. Nach einer kurzen Einweisung in die Ausbildungswoche und dem gemeinsamen Mittagessen wurde zu zwei Stationen in die Trainings-Area verlegt. Sowohl bei der First Aid Ausbildung als auch beim Aggressive Checkpoint konnten der Generalsekretär und die OSCE Vertreter einen tiefen Einblick in die hochprofessionelle Ausbildung gewinnen. Diesen Eindruck brachten sie auch bei den Einträgen ins Gästebuch sehr deutlich zum Ausdruck.
In bis dato 45 Kursen wurden insgesamt 905 Monitore für SMM ausgebildet, 235 davon waren Frauen. 45 Nationen stellten Teilnehmer zu den Kursen ab, 50 Trainer vor allem aus Belgien, Ungarn und Irland waren in der Auslandseinsatzbasis zu Gast. Mit der erneuten ENTRI-Zertifizierung des Kurses ist die weitere Ausbildung auch bis 2022 sichergestellt. Einem weiteren wertvollen Beitrag zur Stabilisierung der Situation in der Ukraine steht somit auch in den kommenden Jahren nichts im Wege.
Fotos (c) WUKOSCHITZ
Von Schönkirchen-Reyersdorf in den Nahen Osten
Für das 16. Libanon-Kontingent wurde auf Einladung der Marktgemeinde Schönkirchen-Reyersdorf eine ganz besondere Verabschiedung auf die Beine gestellt. Aufgrund der 25-jährigen Partnerschaft mit der Auslandseinsatzbasis wurde ins Weinviertel verlegt, um diesen besonderen Anlass mit einem militärischen Festakt auch entsprechend zu würdigen. Doch es war nicht nur die Partnerschaft, die neben den Soldatinnen und Soldaten des Kontingents im Mittelpunkt stand, sondern auch der International Day of UN-Peacekeepers, der jedes Jahr am 29. Mai von den Vereinten Nationen gefeiert wird. Dabei wird die weltweite Friedensarbeit der „Blauhelme“ hervorgehoben, aber es wird auch den rund 3.500 Peacekeepern gedacht, die dabei ihr Leben verloren. 52 davon waren Österreicher.
Bürgermeister Peter Hofinger und Obst Karl Wolf gingen bei ihren gemeinsamen Begrüßungsworten vor allem auf die Lebensumstände im Libanon ein. „In wenigen Tagen werden die hier angetretenen Kameradinnen und Kameraden Österreich verlassen, um die nächsten Monate im Libanon zu verbringen. Ein Einsatzraum mit der Größe von Niederösterreich aber etwas mehr als sechs Millionen Einwohnern und geschätzten zwei Millionen Flüchtlingen“, stellte Wolf die Situation für die Gäste und Angehörigen dar. Und Bürgermeister Hofinger ergänzte: „Und nicht zu vergessen ein Einsatzraum in dem es 18 anerkannte Religionsgemeinschaften gibt und leider ein Einsatzraum in dem es immer wieder zu Spannungen und militärischen Auseinandersetzungen kommt von denen wir uns hier in unserer schönen Heimat kaum eine Vorstellung machen.“
Der Kommandant der Streitkräfte, GenLt Mag. Franz Reißner, stellte Österreichs langjährige Erfahrung im Peacekeeping in den Mittelpunkt einer Rede und zeigte sich überzeugt, dass auch dieses Kontingent den exzellenten Ruf der Österreicher in den Auslandsmissionen aufrechterhalten wird. Er sprach aber auch den Angehörigen seinen Dank aus, dass sie Verständnis für die Entscheidung einen Auslandseinsatz zu absolvieren aufbringen und bot gleichzeitig bei auftretenden belastenden Situation die Hilfe des vorhandenen Fachpersonals an.
In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach der Bezirkshauptmann von Gänserndorf, Wirklicher Hofrat Dr. Martin Steinhauser. „Durch meine Arbeit als Bezirkshauptmann von Bruck an der Leitha und meine dadurch oftmaligen Besuche in der Auslandseinsatzbasis in Götzendorf konnte ich einen tiefen Einblick in die Arbeit unserer Auslandskontingente gewinnen!“, bezog er sich auf seine vorige Dienststelle. Dr. Steinhauser stellte den Soldatinnen und Soldaten ein äußerst positives Zeugnis aus und forderte, dass das hohe Maß an internationaler Solidarität für Österreich eine Selbstverständlichkeit bleiben muss. Denn Österreichs Beitrag wird von der internationalen Staatengemeinschaft, vor allem aber von der notleidenden Bevölkerung in den Einsatzregionen geschätzt und es wird dafür gedankt.
Dr. Steinhauser ging auch auf den international bestens bekannten Slogan „Call the Austrians!“ ein. Dieser Spruch hat sich als Markenzeichen bei den Einsätzen einen sehr guten Namen gemacht. Zurecht meint der Bezirkshauptmann wenn man die Leistungen des Österreichischen Bundesheeres in den letzten Jahrzehnten hernimmt. Egal ob seinerzeit am Golan, oder jetzt im Libanon, im Kosovo, Bosnien-Herzegowina oder in Mali.
„Der angeborene österreichische Charme war in kritischen Situationen oftmals der beste Verhandlungspartner, der Türen geöffnet hat, die sonst verschlossen geblieben wären. Behalten Sie ihn bei“, so Dr. Steinhauser.
Dem Festakt wohnten neben dem Militärkommandanten von Niederösterreich, Bgdr. Mag. Martin Jawurek, dem Bezirkspolizeikommandanten, Obst Heinrich Kirchner, dem Vorsitzenden des Zentralausschusses, Obst Peter Schrottwieser, dem Vorsitzenden der Bundesheergewerkschaft, Mag. Walter Hirsch, politischen Vertretern aus dem Bezirk und Vertretern der Blaulichtorganisationen auch eine Abordnung der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper unter Führung des designierten Präsidenten, Gen i.R. Mag. Günter Höfler, bei.
Für die zahlreichen Gäste wurde vom AAB 3 eine kleine Waffenschau mit einem Husar und einem Pinzgauer organisiert sowie eine Kostprobe aus der Gulaschkanone gereicht. Eine Ehrenkompanie der Garde und die Gardemusik sorgten für den würdevollen Rahmen dieser Kontingentsverabschiedung, die allen Teilnehmer in bester Erinnerung bleiben wird.
Hohe Auszeichnung an zwei Mitarbeiter des AUTINT
Der Militärbischof Werner Freistetter feierte am Montag den 29.04.2019 in der St Georgs-Kathedrale den Festgottesdienst des Heiligen Georgs. Im Anschluß daran wurden mehrere Personen mit dem diözesanen Georgsorden ausgezeichnet.
Unter anderem wurden auch zwei Mitarbeiter des AUTINT mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt.
So erhielten FOI TOBER Roman und Vzlt BINDER Andreas das „Silberne Verdienstkreuz“ für ihre jahrelange Tätigkeit in der Militärdiözese und speziell in der Militärpfarre Einsätze bei der Auslandseinsatzbasis.
„Der Georgsorden ist Anerkennung für die Leistungen der Vergangenheit, Ansporn für die Zukunft und Botschaft für die Mitwelt“, betonte Militärbischof Freistetter im Rahmen der Ordensverleihung, die heuer im nahegelegenen Neukloster stattfand. Die Botschaft des Ordens sei der Glaube an Christus, die Fähigkeit des Glaubenszeugnisses und Verbindung mit dem Militärordinariat, so der Bischof.
Fotos (c) Militärdiözese
30 Jahre Partnerschaft
Seit nun mehr 30 Jahren verbindet CANON Österreich und das AUTINT eine Partnerschaft. Aus diesem Grund erfolgte seitens des Ministeriums eine Einladung zum zentralen Partnerschaftsseminar nach Hochfilzen. CANON Marketing Manager Helmut Hafner machte sich mit Obst Sandor Galavics und Obstlt Helmut Gekle auf den Weg zum Truppenübungsplatz, um die Jubiläumsurkunde aus den Händen vom Chef des Generalstabs Gen Mag. Robert Brieger in Empfang zu nehmen.
Den Teilnehmern am Seminar wurde nach der Festrede von Gen Brieger und der Auszeichnung für ihre langjährige Treue ein umfangreiches Programm geboten, Die 6. Jägerbrigade stellte das neu eingeführte gebirgsbewegliche Geländefahrzeug Hägglund und die ebenfalls neu übernommen Quads vor, der Kommandant des TÜPl Hochfilzen, Obst Franz Krug, führte durch das Gelände. Dabei stand ein Besuch des Tragtierzentrums und die Besichtigung der neuen Mannschaftsgebäude und des heereseigenen Sägewerks am Programm.
Höhepunkt des Seminars war aber der Schießwettbewerb mit den Biathlon-Gewehren. Dabei standen die Weltklasseathleten Zgf Simon Eder und Zgf Dominik Landertinger den Teilnehmer mit Rat und Tat sowie für etliche Selfies zur Verfügung. Nach dem Schießen konnte noch das Trainingszentrum besucht werden. Mit modernster technischer Ausstattung werden hier die österreichischen Heeressportler an die Weltspitze geführt. Sichtlich beeindruckt verließen die Partnervertreter am späteren Nachmittag den Truppenübungsplatz Hochfilzen. Das ereignisreiche Programm verbunden mit den zahlreichen Vernetzungsgesprächen ließ jeden einzelnen Teilnehmer mehr als zufrieden die Heimreise antreten, den Organisatoren vom Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik gilt es großen Dank auszusprechen, denn mit diesem gemeinsamen Tag konnten die geladenen Partner sicherlich noch enger an ihre Verbände gebunden werden.